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Allgemeine Beschreibung: Halbkristallines, fast undurchsichtiges, weißes Technik-Thermoplast, das in der Schmelze verarbeitet wird und teuer ist. Es zeichnet sich durch gute Warmfestigkeit und allgemeine Beständigkeit gegenüber chemischen Substanzen aus, obwohl es in beiden Hinsichten nicht so gut wie Polytetrafluorethylen ist. Darüber hinaus verfügt es über gute Schleif- und Strahlungsbeständigkeit. Es ist etwas starrer und belastbarer als die meisten (in der Schmelze bearbeitbaren) Fluorpolymere, es kommt jedoch zu hohen dielektrischen Verlusten.
Polyvinylidenfluorid hat hochgradig dipolare Moleküle, so die zu piezo- und pyro-elektrischen Eigenschaften führen, wenn die richtige Morphologie erreicht wurde. Die gewünschte Form ist als ß-Phase oder Form I bekannt, in der die vorherrschenden "Kopf-an-Schwanz"-Polymerketten eine erweiterte planare Zickzackform mit ausschließlicher Trans-Isomerie aufweisen, bei der die Dipole von aneinander grenzenden Ketten parallel zueinander liegen. Dies bildet sich aus der häufiger vorkommenden Alpha-Phase (Form II) durch mechanische Verformung, die von elektrischer Polarisation in extrem elektrischen Feldern gefolgt wird. In der Praxis werden sowohl die einachsige als auch die biachsige mechanische Ausrichtung verwendet, die nach dem Polen zu einem anderen Gleichgewicht der piezo- und pyro-elektrischen Eigenschaften führen.
Anwendungsbereiche: U.a. Rohre und Rohranschlußstücke, Lager, Auskleidungen und Behältnisse (insbesondere in der chemieverarbeitenden Industrie), Kabelisolierungen und piezo-elektrische Geräte.
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